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Anita Bader singt »Lady Macbeth von Mzensk«

  

Plakatmotiv mit Anita Bader ©Hans-Ludwig BöhmeEines der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts ist steht auf dem Spielplan des Opernhauses Magdeburg: »Lady Macbeth von Mzensk« von Dmitri Schostakowitsch hat am Sonnabend, 9. Mai, 19.30 Uhr, unter der musikalischen Leitung von GMD Francesco Corti im Opernhaus Premiere. Regie führt Markus Dietz, renommiert durch Inszenierungen u. a. in Basel, Graz, Mainz, Leipzig und Bochum. Die Titelrolle des aus dem hauseigenen Ensemble besetzte aufwändige Werk übernimmt Anita Bader.

Katerina Ismailowa (Anita Bader) ist angewidert von ihrem Leben, in dem sie nur Rohheit und Berechnung erlebt: Ihr Ehemann Sinowi (Peter Diebschlag) ist ihr nicht gewachsen, ihr tyrannischer Schwiegervater Boris (Nikolaus Meer) bedroht und demütigt sie. Während der Abwesenheit ihres Mannes erliegt die leidenschaftliche Frau der brutalen Werbung des Arbeiters Sergej (Manfred Wulfert). Um der Entdeckung zu entgehen, ermorden die beiden erst den Schwiegervater und dann den Ehemann. Damit ist auch der Weg für eine offizielle Verbindung frei, doch die Angestellten, Arbeiter und Kollegen – unter ihnen der Schäbige (Iago Ramos) und der »Pope« (Paul Sketris) – wissen genau, was geschehen ist. Mitten im Hochzeitsfest werden die Leichen entdeckt, Katerina und Sergej verhaftet und zur Zwangsarbeit nach Sibirien deportiert. Dort erlebt Katerina die letzte und schmachvollste Enttäuschung ihrer Liebe, als sich Sergej der jungen Sonjetka (Ulrike Mayer) zuwendet … In seiner zweiten Oper bedient sich der Dmitri Schostakowitsch virtuos vielfältigster Stilmittel, mit denen er den spannenden Stoff ständig vorantreibt, und erweist sich als Genie des Theaters. Nach der Uraufführung 1934 ein gewaltiger Erfolg in Leningrad und Moskau, wo die Oper innerhalb von zwei Jahren insgesamt 177 Aufführungen erlebte, wurde ihr zwei Jahre später der reaktionäre Musikgeschmack Stalins zum Verhängnis – ein Verhängnis, das fast auch den Komponisten selbst getroffen hätte. Der komponierte danach unter dem Damoklesschwert der drohenden Verfolgung und entschärfte die kritisierte Oper zu »Katerina Ismailowa«. (Diese Fassung wurde 1987 in Magdeburg inszeniert). Erst nach Schostakowitschs Tod konnte der berühmte Cellist und Dirigent Mstislaw Rostropowitsch das konsequentere Original wieder auf der Opernbühne etablieren, das nun zum ersten Mal auch in Magdeburg zu erleben ist, womit sich GMD Francesco Corti einen langgehegten Wunsch erfüllt.

Regisseur Markus Dietz realisierte in Magdeburg das transatlantische Live-Projekt »das treffen – the other side«, einen Theaterabend, der die Stadt Magdeburg und ihre Partnerstadt Nashville/Tennessee per Satellitenschaltung direkt verband. Vier Wochen nach »Lady Macbeth von Mzensk« wird im Schauspielhaus »Das Ende der Zivilisation« von George F. Walker in seiner Regie Premiere haben.

Dmitri Schostakowitsch
»Lady Macbeth von Mzensk«
Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti
Regie: Markus Dietz
Bühne: Ines Nadler
Kostüme: Henrike Bromber
Chor: Martin Wagner
Premiere: Fr. 9. 05. 2008, 19.30 Uhr
Spielort: opernhaus

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