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Ballett Premiere: Giselle

  

Giselle ©theater magdeburgADOLPHE ADAM
Giselle
Ballett in zwei Akten von OLGA ILIEVA nach JEAN CORALLI und JULES PERROT
Libretto von THÉOPHILE GAUTIER und JULES-HENRI VERNOY DE SAINT-GEORGES

Tanzen ist Ausgelassenheit und pure Lebensfreude, Tanzen kann ein Rausch sein – wie die Liebe. Kein Wunder also, dass die schöne Giselle besonders leichtfüßig ist, seit sie den Mann ihres Herzens gefunden hat. Vergebens versucht die Mutter, besorgt um Giselles Gesundheit, ihre Tochter zu warnen und ihr das Schicksal der Wilis vor Augen zu führen – jener Geisterwesen, die dazu verdammt sind, in Ewigkeit die Nächte hindurch zu tanzen. Diese Geister sind die Seelen unglücklicher Bräute, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind, weil ihre Liebe hintergangen wurde. Als Rachefeen tanzen sie des Nachts Männer zu Tode. Und so lauert die wirkliche Gefahr in Gestalt des schönen Fremden, in den sich Giselle unsterblich verliebt hat, denn er ist nicht, wer er vorgibt zu sein – er ist bloß ein reicher Mann auf der Suche nach Abwechslung, und er umwirbt Giselle, obwohl er bereits einer anderen versprochen ist. Hilarion, der selbst in Giselle verliebt ist, enthüllt das falsche Spiel, doch es ist zu spät: Als Giselle erkennt, dass ihre Liebe missbraucht wurde, ist ihr fürchterliches Schicksal bereits besiegelt …

Zu der Zeit, als Adolphe Adam die Musik zum Ballett »Giselle« vollendete, war der Spitzentanz noch ein Novum. Erst wenige Jahre zuvor hatten Tänzerinnen begonnen, Choreografien auf der Spitze zu präsentieren – und damit die in der Romantik so beliebte Darstellung übernatürlicher Spukbilder revolutioniert. Auch der Tanz der Wilis in »Giselle« ist kaum vorstellbar ohne das scheinbar schwerelose Dahingleiten der anmutigen Ballerinas auf ganzer Spitze. Olga Ilieva – seit vergangener Spielzeit am theater magdeburg als Tänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin engagiert – inszeniert das fantastische Tanzmärchen in einer aktualisierten Version der Pariser Originalchoreografie. Jérôme Kaplan, der zuletzt an den Opernhäusern in Shanghai, Kairo und Straßburg sowie an der Comédie Française gearbeitete hat, gibt mit der Ausstattung für »Giselle« sein Magdeburg-Debüt.

Musikalische Leitung Alexander Steinitz Choreografie und Inszenierung Olga Ilieva Bühne und Kostüme Jérôme Kaplan
Premiere 20.10.2007 Spielort opernhaus

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