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ars viva 2017: Jan Paul Evers, Leon Kahane, Jumana Manna

09.10.2016 bis 29.01.2017
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Magdeburg
Magdeburg
€ 5.00 

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

ars viva 2017
© Jan Paul Evers

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt seit 1953 jährlich den ars viva-Preis für Bildende Kunst. In diesem Jahr wird er an Jan Paul Evers, Leon Kahane und Jumana Manna anlässlich der ars viva-Ausstellung 2017 im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg verliehen.

Der ars viva-Preis ist mit je 5.000 Euro Preisgeld, zwei Ausstellungen, einem zweisprachigen Katalog, einer Künstleredition und der Möglichkeit zur Teilnahme am Fogo Island Arts Program verbunden.

Die Preisträger: 

Jan Paul Evers arbeitet mit den analogen Produktions- und Bearbeitungsprozessen der Fotografie. Aus bestehendem und selbst fotografiertem Material entstehen mithilfe verschiedener Entwicklungstechniken seine Schwarzweiß-Arbeiten. Die Kompositionen rücken das Verhältnis von Bild und Abbild, Motiv und Wirklichkeit in den Fokus. Indem er die Möglichkeiten der Reproduktion hinterfragt, knüpft Evers an den fortwährenden Diskurs über das Wesen der Fotografie an. Die Ausstellung im Kunstmuseum Magdeburg zeigt neue, eigens für die Ausstellung hergestellte Arbeiten im Verbund mit bereits bestehenden Arbeiten.

Leon Kahane setzt sich in seinen Videoarbeiten, Fotografien und Installationen mit sozialkritischen Themen, wie der Konstruktion territorialer Grenzen und den problematischen Bedingungen der Arbeitsmigration auseinander. In seinen Bild-Politiken nimmt er Bezug auf mediale Umbrüche und globale Entwicklungen. Im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg nimmt Kahane Bezug auf die künstlerische Auffassung und Praxis seiner Eltern als auch seiner Großmutter. Für die Ausstellung hat er eine nicht realisierte Porzellanskulptur seiner Eltern als Unikat produziert. Der Prototyp zeigt zwei ringende Sumo und sollte als hochwertiges Designobjekt in Serie gehen. Im Archiv des Museums stieß Kahane auf zwei Drucke seiner Großmutter Doris Kahane. Sie werden beide in der Ausstellung zu sehen sein.

Jumana Manna entwickelt in ihren Video- und skulpturalen Arbeiten Narrative, die sich wie Possible Histories lesen. Die möglichen Geschichten, aber auch archäologischen Funde in ihrer Kunst stellen sich identitätsstiftenden Narrativen entgegen und hinterfragen den Begriff eines nationalen Kulturgutes. Auf der Grundlage einer historischen oder anthropologischen Methodik untersucht sie Machtstrukturen und demografische Räume.

Ihre Skulpturen erscheinen im Raum wie begehrliche Objekte und werden teils gemeinsam mit ihren Videoarbeiten installiert. In Magdeburg zeigt Manna neben Skulpturen die Arbeit A Magical Substance Flows into Me (2015), die Bezug auf den Musikethnologen Robert Lachmann nimmt, der in den 1930er Jahren ein Archiv in Jerusalem zu orientalischer Musik zu etablieren versuchte. Auf den Spuren Lachmanns wandernd, zeichnet Manna in A Magical Substance Flows into Me die kulturelle jüdische und arabische Geschichte nach. 

Biographische Eckdaten zu den ausgezeichneten Künstlern:

Jan Paul Evers, geboren 1982 in Köln, Studium der Freien Kunst, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Dörte Eißfeldt und Thomas Rentmeister. Einzelausstellungen u. a. in der Villa Stuck in München (RICOCHET #8, 2014) und der Galerie Max Mayer in Düsseldorf (Das Pragmatische Diptychon, 2013), Gruppenausstellungen u. a. in der Kunsthalle Nürnberg (Mit anderen Augen. Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie, 2016), der Kunsthalle Recklinghausen (Werke auf Papier: Fotografie, Grafik, Zeichnung, 2015) und dem Sprengel Museum Hannover (Made in Germany Zwei, 2012). 

Leon Kahane, 1985 in Berlin geboren, lernte u.a. an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, Studium der Freien Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Hito Steyerl und Josephine Pryde. 2016 umfassende Einzelausstellung in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (For Official Use Only), Gruppenausstellungen u. a. in der Kunsthalle Wien (L’Exposition Imaginaire, 2016; The Future of Memory, 2015) sowie auf der 6. Moskau Biennale (2015). 2015 ausgezeichnet mit dem Kunstpreis Europas Zukunft. 

Jumana Manna, 1987 in New Jersey geboren, Design-Studium an der Oslo National Academy of the Arts, Studium der Ästhetik und Politik am California Institute of the Arts in Los Angeles. Der Film A Magical Substance Flows into Me (2015) war 2016 im Berlinale Forum der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin vertreten. Einzelausstellungen u. a. in der Malmö Konsthall (A Magical Substance Flows into Me, 2016), der Chisenhale Gallery in London (Jumana Manna, 2015), der Kunsthall Oslo (The Goodness Regime, 2013) und dem Künstlerhaus Bethanien in Berlin (Gebrüder Israels Ausstellungsraum, 2013). 2016 bei der Liverpool Biennale und der 6. Marrakech Biennale vertreten.

Der ars viva-Preis für Bildende Kunst wird vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft jährlich an junge, in Deutschland lebende Künstler vergeben, deren Arbeiten sich durch richtungsweisendes Potenzial auszeichnen. Der Jury unter dem Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises in diesem Jahr die KuratorInnen Dr. Annegret Laabs (Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg), Moritz Wesseler (Kölnischer Kunstverein) und Zita Cobb (Shorefast Foundation) und als Fachberater Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien) an.


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